Euer neuer Marschtanz

Eine Anleitung in 5 Schritten

Die tollen Tage sind vorüber, der Aschermittwoch liegt schon hinter uns. Nun haben die Narren erstmal Pause. Alle Narren? Weit gefehlt! Für die Trainer ist nun die Zeit, ihre Hausaufgaben zu machen. Denn: Ein neuer Marschtanz muss her.

Ein wahrer Gardetrainer kennt keine Pause. Nach der Session ist vor der Session. Und das Trainingsjahr ist bekanntlich immer viel zu kurz. Da bereits um die Osterzeit das Training von vorne beginnt, bleiben einem Trainer wenn es gut läuft zwei Monate, um den neuen Tanz auszuarbeiten. Da ist guter Rat und eine stringente Organisation von Vorteil.

Mit den folgenden fünf Schritten ist es ein leichtes, bis zum 11.11 den neuen Marschtanz auf die Beine zu stellen. Eine Zusammenfassung findet ihr hier im Artikel. Zusätzlich gibt es zu jedem Schritt noch einen detaillierten Beitrag. Viel Spaß beim Lesen und Anwenden!

Schritt 1: Die Marschtanz-Musik

Die perfekte Musik für euren neuen Marschtanz

Klassik oder Marsch? Zwei, Drei oder Vier Minuten? Selbstschneiden oder fertig kaufen? Alles Fragen, mit denen wir uns bei der Auswahl der perfekten Musik beschäftigen müssen. Und jedes Jahr stehen wir wieder vor dem Problem: Woher bekommen wir eine schöne, neue Musik die noch nicht hundert mal gehört wurde?

Glücklicherweise stehen uns in der heutigen Zeit viel mehr Möglichkeiten zur Wahl der Musik zur Verfügung als noch vor zehn Jahren. Über Facebook-Gruppen, Streaming-Dienste oder Videoplattformen lassen sich viele Anregungen und Tipps finden. Mithilfe von (kostenfreien) Programmen können auch Laien ihre perfekte Marschmusik ganz einfach zurecht schneiden. Denn mit der Musik steht und fällt der ganze Tanz. Erst dann geht es an die weitere Planung und Ausführung. Hier kann man nicht früh genug starten und sollte sich auch nicht mit dem erstbesten zufrieden geben. Wie und wo Ihr eure perfekte Musik findet erfahrt ihr im Detailbericht.

Schritt 2: Das Marschtanz-Konzept

Notizblock mit Stift und zerknüllte Zettel

Ihr habt eure Musik gefunden? Gratulation! Dann ist der schwierigste Schritt geschafft. Nun geht es darum, euch ein Konzept für den Marschtanz zu überlegen.

Natürlich könnte man nun auch einfach direkt in die Schritte starten. Doch wer weiß, ob ihr euer Pulver nicht so an der falschen Stelle verschießt. Verschafft euch erstmal einen genauen Überblick über die Musik und den Tanz. Wo sind die Highlights? Gibt es eine Stelle, die besonders gut für eine Spagatwelle geeignet ist?

Das Erste was ihr nun machen solltet: Hört euch die Musik an und zählt sie aus. Mehrfach! Wichtige und besondere Stellen werden gesondert markiert. Wie das geht erkläre ich euch dann im Detail.

Schritt 3: Die Marschtanz-Schritte

Balletttänzer im Training

Endlich! Darauf haben wir doch eigentlich gewartet. Nun kommt der kreative Teil und endlich dürfen wir das Tanzbein schwingen. Ihr kennt eure Musik in und auswendig, sie geht euch nicht mehr aus dem Kopf? Ihr habt einen Plan, wie ihr die Musik mit Leben befüllen wollt? Dann rein in die Tanzschuhe und los geht’s!

Doch, einfacher gesagt als getan. Was wenn einem nichts einfällt? Oder alle Schritte schon in den letzten drei Tänzen verbaut wurden? Keine Panik! Das macht gar nichts. Kreativität kommt meist, wenn man sie nicht braucht. Bewaffnet euch überall wo ihr geht und steht mit einem Zettel und Stift. Und sobald euch eine Idee in den Kopf kommt, notiert ihr diese. Und wenn Ihr gar keine Vorstellungen habt, dann erkläre ich euch hier wo Ihr neue Inspiration schöpfen könnt.

Schritt 4: Die Choreographie

Die Schritte sind das Eine. Doch ebenso wichtig ist die Bewegung im Raum. Wie oft wechseln eure Tänzer den Platz? Mit wie vielen rechnet ihr überhaupt? Wie viel Takte benötigen sie, um von A nach B zu kommen?

Hier braucht ihr ein starkes Talent zur Visualisierung. Stellt euch im Kopf die Figuren vor, welche eure Tänzer darstellen. Raute, offenes oder geschlossenes V, Quadrat. Je nachdem wie viele Tänzer ihr habt gibt es hier viele Variationsmöglichkeiten. Auch die Positionswechsel sind wichtig für die Gesamtoptik des Tanzes und müssen sowohl im Konzept als auch bei den Schritten berücksichtigt werden. Im passenden Artikel habe ich einige Beispiele für euch parat.

Schritt 5: Die Umsetzung

Tanzgarde beim Training

Geschafft! Euer neuer Marschtanz steht, zumindest auf dem Papier. In mühevoller Kleinarbeit und Perfektion ausgearbeitet. Nun geht das Training wieder los. Zehn Monate volle Power um eure Idee mit Leben zu füllen.

Schnell hat einen der Alltag wieder. Plötzlich merkt man, dass der tollste Schritt nicht gut aussieht, die veranschlagte Zeit für den Positionswechsel nicht ausreicht oder die Musik zu langsam ist. Was nun? Was euch im echten Trainingsalltag trotz perfekter Vorbereitung passieren kann und wie ihr auch diese Probleme löst, das verrate ich euch im passenden Artikel.

7 Kommentare
  1. Tanja sagte:

    Tolle Idee.
    Ich freue mich schon wie es weitergeht.
    Du schreibst so leicht und verständlich und vieles spricht mir aus der Seele.

    LG Tanja

    Antworten
    • Lisa sagte:

      Oh, vielen Dank Tanja. Ich freue mich riesig über das Kompliment. Ich finde es einfach nur toll, sich über unseren Sport austauschen zu können, daher macht mir das hier auch so viel Spaß. 🙂

      Liebe Grüße
      Lisa

      Antworten

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  1. […] welche wir Tänzerinnen und Tänzer auch für den Gardetanz – unabhängig ob Marschtanz oder Schautanz – benötigen. Calisthenics eignet sich also auch prima als Ergänzung zum […]

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