Euer neuer Marschtanz – Schritt 1: Die Musik

Schlüssel zum Glück: Die passende Musik

Nichts ist wichtiger für einen Tanz, als die passende Musik. Denn ohne Musik kann man nicht von einem Tanz sprechen. Im Marschtanz haben wir hier schon konkrete Vorstellung, seid ihr im Turnier-Bereich unterwegs gibt es sogar Vorgaben der Verbände, die eingehalten werden müssen. Wie findet man also seine perfekte Musik?

Zuerst macht euch mal Gedanken darüber, ob ihr lieber eine richtig Marschmusik mit Blasinstrumenten haben wollt (Polka) oder ob die Klassik euch eher anspricht. Diese Wahl stellt sich natürlich immer wieder neu. Je nachdem wofür ihr euch entscheidet, gibt es mehrere Möglichkeiten, wo und wie ihr eure perfekte Marschmusik finden könnt.

Screenshot von Spotify

Wer Musik suchet, der findet

Klar, es ist mühsam, aber die Suche lohnt sich. Erste Anlaufstelle können Streaming-Portale wie Spotify oder Amazon Prime Music oder sein. Hier müsst ihr die Lieder nicht direkt kaufen, könnt sie aber in den meisten Fällen komplett anhören. Wenn euch etwas zusagt: Aufschreiben! Nichts ist schlimmer, als eine Musik später im Kopf zu haben und nicht mehr zu wissen, woher man sie hatte. Empfehlen kann ich hier das Album „Hooked On Classics“ oder die Gruppe „Adya“. Wer es etwas ausgefallener mag sucht nach „David Garrett“. Auch viele Orchester haben ein tanzbares Repertoire. So zum Beispiel das „Royal Philharmonic Orchestra“. Hier empfehle ich euch das Album „The Sound of Muzak“.

Wer es etwas traditioneller mag wird auf der Seite von Triple Dat und Dance-Fit fündig. Die CD’s hier sind etwas höherpreisiger, dafür schon direkt auf den Bedarf eines Marschtanzes ausgelegt.

Die Gemeinschaft nutzen

Auf Facebook findet ihr einige Gruppen rund um den karnevalistischen Tanzsport. Ich bin hier Mitglieder der Gruppe „Garde/Mariechen/Tanzpaar musik“ wo sich immer wieder Suchende und Wissende treffen. Wenn ihr eine konkrete Wunschmusik habt, beispielsweise aus einem Youtube-Video, aber nicht wisst wie sie heißt, dann könnt ihr dies hier posten. Oft finden sich dann schnell die passenden Interpreten. Doch auch einfach um Inspirationen zu sammeln lohnt es sich, öfter mal einen Blick in die Gruppe zu werfen.

Selbst ist der Trainer

Doch was wenn ihr partout nichts findet, was euch als Gesamtwerk überzeugt? Früher blieb hier nur der Weg ins meist teure Tonstudio. Doch dank der neuen Technik kann heute fast jeder mit dem PC und passenden Programmen umgehen. Wir schneiden unsere Musik fast immer selbst. Hier ist natürlich zu beachten, dass die Musikparts auch miteinander harmonieren sollten. Eine traditionelle Blasmusik wird wahrscheinlich nur schwer mit einer leichten, klassischen Musik zusammen passen. Da kann auch der besten (Laien-)Schnitttechniker meist nichts machen. Hier bleibt dann tatsächlich nur der Gang ins Tonstudio. Wobei sich dann die Frage stellt, ob die Musik wirklich in der Art genommen werden sollte.

Also, wenn ihr selbst schneiden wollt bedeutet dies natürlich deutlich mehr Arbeit. Zuerst müsst ihr euch die einzelnen Parts zusammen suchen, welche ihr schön findet. Dann gilt es auszuwählen, welche den Beginn, die Mitte und das Ende des Stückes markieren sollen. Dabei könnt ihr nur zwei oder gar acht Parts zusammen schneiden. Wenn es sich harmonisch und nicht gestückelt anhört, seid ihr da völlig frei.

Wir machen es meist so, dass jeder von uns sich erstmal durch unzählige Musiken hört und seine Favoriten-Schnippsel notiert. Dann treffen wir uns und gehen alles nochmal gemeinsam durch. Hier legen wir dann die Top Favoriten fest. Im nächsten Schritt hören wir auch diese nochmal an und bestimmen die Platzierung im Tanz. Und dann wird es ernst, nun geht es ans zusammen schneiden. Hier arbeite ich seit vielen Jahren gerne und erfolgreich mit dem Programm „Audacity“. Dies ist kostenlos und kann fast alles, zumindest für unsere Bedürfnisse reicht es.

Screenshot des Musik-Schnitt-Programms Audacity

Ihr könnt hier mehrere Tonspuren übereinander legen, ineinander laufen lassen, schneller und langsamer drehen, ein- und ausblenden. Und natürlich die Lautstärke anpassen. Tipp von mir: Speichert zwischendurch immer mal wieder eine Version mit anderem Namen ab, so könnt ihr ggf. wieder darauf zurück greifen, falls eine Änderung doch eher negativ war. Das fertige Werk könnt ihr dann ganz einfach als mp3-Datei exportieren.Und dann steht dem nächsten Schritt nichts mehr im Wege. Eure perfekte Marschmusik ist der Grundstein für euren neuen Marschtanz. Ich wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren. Falls es euch interessiert geht es nächste Woche weiter mit: Euer neuer Marschtanz – Schritt 2: Das Konzept.

Eure Lisa
keep-dancing

8 Kommentare

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  1. […] macht einen richtig guten Tanz aus? Schöne Musik, ansprechende Kostüme und anspruchsvolle Schrittkombinationen sind natürlich ein wichtiger […]

  2. […] das kostenfreie Programm Audacity. Wollt ihr mehr dazu erfahren? Dann schaut mal im Blogartikel „Eurer neuer Marschtanz – Die Musik“ vorbei. Hier habe ich auch schon etwas zum Musikschnitt und dem Programm […]

  3. […] Nach Aschermittwoch stürzen wir Trainer uns wieder direkt in die Planung der neuen Session. Es gilt Musik auszusuchen und zu schneiden, die Tänze zu planen und sich Schritte und Choreographien zu überlegen. Und […]

  4. […] dass ihr etwas über das Konzept eines Marschtanzes erfahren wollt. Ich empfehle euch vorher den ersten Schritt: Die Musik zu lesen. Habt ihr schon? Perfekt! Dann kann es ja weiter […]

  5. […] Musik und Konzept sind abgehakt. Nun geht es an das Kernstück des Tanzes: Schritte und die Choreographie müssen eure theoretische Idee zum Leben erwecken. Wie im dritten Teil der Serie bereits erwähnt, lassen sich die Schritte und die Choreographie nur schwer voneinander trennen. Hier ist es wirklich am effektivsten, beides in einem Rutsch zu erledigen. […]

  6. […] oh Man, geht es euch auch so? Musik, Konzept, Schritte, Choreographie – Und das alles in wenigen Wochen. Nach knapp drei […]

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