Euer neuer Schautanz

Kostüme und Requisiten

Wer will fleißige Handwerker sehen…

Wem es bis hierhin noch nicht kreativ genug war, der kann sich nun richtig austoben. Denn zu einer tollen Geschichte, mitreißender Musik und einer fantastischen Choreographie gehören natürlich auch strahlende Kostüme und beeindruckende Requisiten.

Oje, klingt nach gaanz viel Geld…Doch das muss gar nicht sein. Wichtig ist nur – und ja, ich wiederhole mich – dass Kostüme und Requisiten zum gesamten Schautanz und eurer Geschichte passen.

Bei den Kostümen und Requisiten muss jeder Trainer ein weiteres Talent beweisen: Nähen, Schreinern und Malen sind gefragt. Gut, wenn man ein starkes Team im Rücken hat, welches bei diesen Jobs hilft. Denn Kostüme für 20 Mädchen nähen sich nicht mal schnell über Nacht.

Von der Idee zum Kostüm

Oftmals ergibt sich das Kostüm schon aus dem Thema des Tanzes. Beispielsweise wenn ihr Berufe oder bekannte Musicals vertanzt. Aber auch hier habt ihr immer kreativen Spielraum. Je einheitlicher eure Kostüme sind, umso ruhiger wirkt das Gesamtbild. So kann sich das Publikum besser auf die Geschichte und die Hauptcharaktere fokussieren. Diese sollten in jedem Fall ein besonderes Kostüm haben und so hervorstechen.

Denkt auch daran, ob es einen Kostümwechsel im Tanz geben muss. Hier müsst ihr im BdK darauf achten, dass ihr nur Kostüme ablegen aber nicht neue anziehen dürft (Ausnahme: Requisiten und Kopfbedeckungen). Das ablegen der Kostüme sollte außerdem harmonisch in den Tanz integriert werden. Euer Kostüm muss also von vornherein durchdacht sein.

Kostümwechsel und die Aufnahme von Requisiten geschickt in den Tanz integrieren, dass ist Aufgabe des Trainers.

Am besten nehmt ihr einmal Stift und Zettel zur Hand und malt eure Kostümideen auf. So bekommt ihr ein sehr gutes Bild davon, wie es später einmal aussehen soll und welche Stoffe oder Kleidungsstücke ihr benötigt. Denn ihr habt natürlich immer die Wahl: Selbst nähen oder fertig kaufen. Einen einfachen Tüllrock und ein Paillettenoberteil bekommt ihr heutzutage auch sehr günstig im Handel.

Und ihr habt immer die Möglichkeit, jedes gekaufte Teil nochmal mit Farbe, Glitzer oder Pailletten aufzupeppen.

Ideen für günstige Schautanzkostüme habe ich euch übrigens in meinem Blogartikel zusammengefasst: Schautanzkostüme – So geht’s günstig.

Die passenden Requisiten für euren Schautanz

Wo die Kostüme ein Pflichtprogramm darstellen sind Requisiten natürlich nicht zwingend notwendig für euren Tanz. Viele Garden arbeiten heutzutage mit Stellwänden, welche mit einem Stoff bezogen werden. Meist sind diese auf Rollen, damit sie leicht von A nach B geschoben und gedreht werden können. Das System sollte so leicht sein, dass es von den Tänzerinnen und Tänzern selbstständig getragen werden kann. Auf diesen Wänden könnt ihr dann einen thematisch passenden Hintergrund anbringen.

Neben der Wand gibt es natürlich auch Requisiten, welche das Thema oder einen Musikteil unterstreichen. Bei unserem Candyman-Tanz hatten wir zum Beispiel überdimensionierte Süßigkeiten – Lollis und Schokolade – dabei.

Requisiten helfen dabei, dem Schautanz mehr Ausruck zu verleihen. Hier: Riesige Schokoladentafeln beim Tanz "Candyman".

Bei einem Tanz zum Thema Zirkus braucht ihr vielleicht ein Seil, Bänder und einen Ring. Oder wenn ihr in eurem Schautanz das Thema Liebe aufgreift große Herzen aus Pappe.

Seid auch hier wie in jedem Bereich des Schautanzes kreativ und überlegt genau, welche Requisiten den Tanz unterstützen und welche eher zu viel des Guten sind.

Gut verpackt

Natürlich müssen die Requisiten auch irgendwie auf die Bühne kommen und dort nicht stören. Auch hier habt ihr mehrere Möglichkeiten. Gestaltet vielleicht einen hübschen Karton der zum Motto passt. Seid ihr im Dschungelthema unterwegs? Dann verkleidet den Karton als Busch oder Stein. Mit Glitzerfolie macht der dann richtig was her.

Oder ihr kombiniert eure Rückwände mit einer Vorrichtung in welcher ihr die Requisiten einfach verstauen und erreichen könnt. So habt ihr zwei in eins.

Der Einsatz von Requisiten sollte natürlich immer gut in die Choreographie eingebunden werden. Am besten ist es, wenn euer Publikum gar nicht merkt, woher ihr diese auf einmal holt und wie sie auf einmal wieder weg sind.

Damit bin ich am Ende meines kleinen Einblicks in die Entstehung eures neuen Schautanzes. Natürlich sind das nur einige Ideen und Vorschläge, die auf jeden Fall ergänzt werden können und keinen Anspruch auf Richtigkeit erheben.

Wer weiß, vielleicht macht ihr es genau andersrum – dann ist das auch völlig ok und richtig so. Am Ende zählt das Ergebnis. Ich freue mich immer wieder über schöne, kreative Schautänze und bin schon gespannt, was die nächste Session für uns bereit hält.

Bis dahin, keep-dancing

eure Lisa

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