Schautanz: So kommst du zu kreativen Ideen

Schautanz: So kommst du zu kreativen Ideen

Dein Schautanz mit Wow-Effekt

Dein neuer Schautanz soll vor allem eins werden: Spektakulär! Eine großartige Show! Emotional! Lustig! Die Massen sollen applaudieren und begeistert sein – ganz klar.

Im Fernsehen und auf Turnieren siehst du immer fantastische, kreative und noch nie da gewesene Tänze. Und hast dabei nur eine Frage: Wie verdammt nochmal kommt man auf so eine Idee?!

Kommt dir bekannt vor? Dann bist du in diesem Beitrag genau richtig. Heute nehme ich für dich einmal das Grundrezept eines faszinierenden Schautanzes unter die Lupe. Außerdem erhältst du Tipps und Tricks wie du selbst deine eigene Kreativität anfeuern kannst.

Am Anfang steht die Inspiration

Fangen wir einmal ganz vorne an. Die neue Saison steht bevor und ein neuer Schautanz soll auf die Bühne. Du kennst dein Thema bereits? Klasse! Dann kannst du unten weiterlesen.

Für alle, die jedoch noch nicht von der Muse geküsst wurden, schauen wir uns die Inspiration einmal genau an.

Wikipedia beschreibt den Begriff der Inspiration wie folgt: „Unter Inspiration versteht man allgemeinsprachlich eine Eingebung, etwa einen unerwarteten Einfall oder einen Ausgangspunkt künstlerischer Kreativität.“ (Quelle)

Du wirst demnach also wie „vom Blitz getroffen“ und auf einmal ist die Idee für deinen neuen Schautanz da. Inspiration kann dich in den unterschiedlichsten Momenten ereilen. Meistens, wenn du gerade komplett wo anders mit deinen Gedanken bist.

Ich habe zum Beispiel beim Autofahren oder kurz vorm Einschlafen immer die besten Ideen. Oder auch in Besprechungen und längeren Gesprächen.

Halte die Inspiration fest

Wenn die Eingebung kommt ist es das Beste, deine Ideen direkt zu notieren. Ob auf einem Zettel, im Trainingsplaner oder in deinem Handy ist dabei ganz egal. Du kannst auch eine Sprachnachricht an dich selbst aufnehmen, wenn du in Eile oder im Auto unterwegs bist.

Halte deine Ideen einfach im Trainingsplaner fest

Hauptsache, du lässt die Idee nicht einfach ziehen. Denn schon fünf Minuten können reichen, um den Geistesblitz wieder zu vergessen.

Je genauer du deine Grundidee beschreibst, umso leichter fällt es dir, später daraus einen Tanz zu entwickeln. Dabei brauchst du keine vollständigen Sätze, Adjektive und Stichpunkte reichen aus. Auch Musiktitel oder Ideen für ein außergewöhnliches Kostüm solltest du dir notieren.

Inspiration für deinen Schautanz finden

Doch was, wenn der Moment der Eingebung einfach nicht auftritt? Auch dann gibt es Mittel und Wege, deine Kreativität in Gang zu setzen. Mit sogenannten „Kreativtechniken“ sind schon so manche verworrenen Gedanken zu einer interessanten Idee gereift.

Im Folgenden möchte ich dir einige Techniken vorstellen, wie auch du ein kreatives Thema für deinen neuen Schautanz findest.

Bewusste Wahrnehmung – Schärfe deinen Blick

Und was hast du heute gegessen? Wonach hat es geschmeckt? Welche Zutaten konntest du erkennen? Welche Farben hatte dein Gericht? Wie hat es gerochen? Welche Geräusche hast du beim Essen gehört?

Merkst du, worauf ich hinauswill? Das Essen ist nur ein Beispiel für all die kleinen Handlungen, die wir so unbewusst in unserem Alltag vornehmen.

Um Inspiration zu finden, setze deinen Fokus einmal auf das bewusste Wahrnehmen von Dingen. Geh raus in die Natur und mach einen Spaziergang. Beobachte die Umgebung: Was siehst du, hörst, schmeckst und riechst du? Von der kleinsten Ameise bis Adler am Himmel – All diese Sache können dir als Idee für deinen neuen Tanz dienen.

Oder schau einmal bewusst Fernsehen – auch die Werbung! Was fällt dir auf? Welche Shows gibt es aktuell, welche Werbung nervt besonders? Vielleicht der perfekte Input für deinen neuen Tanz.

Brainstorming – gemeinsam stark

Vielleicht klingt Brainstorming für dich etwas altbacken. Klar, ist es doch eine der am meisten genutzten und bekanntesten Techniken für kreative Einfälle.

Die Spielregeln sind recht einfach. Finde dich mit anderen – zum Beispiel deinen Co-Trainer*innen oder Tänzer*innen – in einer Gruppe zusammen. Wichtig ist, dass diese weder zu groß noch zu klein ist. Drei bis zehn Gehirne sind ausreichend.

Habt auf jeden Fall Zettel und Stift parat. Dann können fleißig die Ideen notiert werden. Beim Brainstorming ist es wichtig, sich keine Grenzen zu setzen. Jede noch so verrückte und absurde Idee ist erlaubt – es gibt kein „Aber“.

Wähle am besten eine Person aus der Gruppe, die alle Schlagworte festhält. Sammelt für zehn bis fünfzehn Minuten alles, was euch einfällt. So habe ihr einen großen Pool an Ideen, die ihr später ausarbeiten könnt.

Brainwriting – Kreatives ergänzen

Diese Technik ist vom Brainstorming abgeleitet. Auch hier setzt du dich mit einer kleinen Gruppe – vier bis sechs Personen sind perfekt – zusammen.

Jeder von euch hat einen Zettel und einen Stift vor sich und notiert seine Ideen solange, bis ihm nichts mehr einfällt. Dann wird der Zettel reihum weitergereicht. Jeder hat nun wieder einige Minuten Zeit, die Notizen und Ideen des anderen zu ergänzen.

Am Ende hast du auch hier einen bunten Mix an Ideen für den nächsten Schautanz.

Von der Idee zum Schautanz

Aus diesem großen Ideenpool kannst du nun das passende Thema für den neuen Tanz auswählen. Wenn das Oberthema steht, geht es an die Geschichte des Tanzes.

Der Handlungsbogen ist wie bei jedem Roman, jeder Serie und jedem Film auch: Es gibt eine Einleitung in das Thema, einen Hauptteil, der sich immer weiter steigert, ggf. Wendungen enthält und schließlich ein Ende – wobei dieses auch bewusst offen sein kann.

Der besondere Reiz eines Tanzes besteht dahin, möglichst nicht vorhersehbar zu sein. Baue also auf jeden Fall einen coolen Special Effekt oder eine Wendung in deiner Geschichte ein, die so niemand erwartet hat.

So kannst du ernste Themen zum Beispiel auch ins Lustige ziehen. Wichtig ist, dass du nicht den roten Faden verlierst und deine Geschichte dennoch Sinn ergibt.

Aber: Handlung ist nicht alles

Doch muss es immer die große, ausgefeilte Geschichte sein? Jein. Wenn du keine große Geschichte mit dramatischen Wendungen erzählst, braucht dein Tanz an einer anderen Stelle das gewisse Etwas, um aus der Masse heraus zu stechen.

Das können zum Beispiel ausgefeilte Kostüme und Requisiten sein. Oder einfach eine hammerharte Gruppe die mit starker Technik und besonderen Schrittkombinationen sowie Ausdruck begeistert. Dann reicht auch ein Thema und passende Musik, um den Zuschauer mitzureißen – und spektakuläre Handlungsstränge sind nicht notwendig.

Die Relevanz der richtigen Musik

Musik ist nun noch ein wichtiger Faktor für deinen Schautanz. Du hast ein Thema und im besten Fall auch eine spannende, lustige oder mitreißende Geschichte. Nun gilt es, diese über die passende Musik deinem Publikum zu vermitteln.

Deine Musik sollte durchgehend zum Thema passen und Sinn ergeben. Versuche die Musik so auszuwählen, dass du eigentlich keine weitere Erklärung durch Sprechparts benötigst.

Recherchiere dazu bei Google und Spotify, suche auch nach englischen Wörtern und Synonymen. Die Suche nach der richtigen Musik sollte dich schon etwas Zeit kosten.

Ein Beispiel: Du möchtest einen Tanz zum Thema Süßigkeiten machen. Die Geschichte steht fest: Zwei Kinder werden im Süßigkeiten-Laden eingesperrt und schlagen sich die Nacht über den Bauch voll. Plötzlich haben sie so dolle Zahnschmerzen, dass der Zahnarzt kommt. Doch bevor er mit seinem Bohrer beginnen kann, kommt der Candyman und weckt die Kids auf – es war alles nur ein Traum.

Die passende Musik findest du bei Suchbegriffen wie „Süßigkeiten“, „Sweet“ und „Candy“. Denk aber auch um die Ecke und such mal nach „Lollipop“, „Food“ und „Schokolade“. Den bösen Zahnarzt mit seinem überdimensionierten Bohrer kannst du zum Beispiel zur Musik vom „weißen Hai“ oder „Darth Vader“ auftreten lassen.

So bringst du mit der richtigen Musik noch mehr Abwechslung auf die Bühne.

Dein kreativer Schautanz wartet

Bleiben am Ende noch die richtigen Schritte. Ob einfallsreiche Kombinationen oder sauber getanzte Basics: Hier bist du gefragt. Mit den passenden Schritten und einer ausdrucksstarken Mimik steht deinem Schautanz nichts mehr im Wege.

Mit den Kreativitätstechniken solltest du auf jeden Fall Ideen für die nächsten zehn Jahre finden.

Kennst du noch weitere Techniken? Dann schreib sie einfach unten in die Kommentare.

Deine Lisa von keep-dancing.de

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