10 Dinge, die deine Gardetrainerin glücklich machen

10 Dinge, die deine Gardetrainerin glücklich machen

Gefällt mir: Das wird deine Gardetrainerin freuen

Schule, Uni, Job: Das Leben von dir als Tänzerin oder Tänzer ist hart. Lernen nebenbei, den eigenen Weg finden und mit Veränderungen klarkommen. Nicht einfach, in diesen Momenten auch mal an andere zu denken.

Nicht umsonst passiert es daher recht häufig, dass deine Trainerin oder dein Trainer im Training unzufrieden ist und den Unmut auch äußert. Und du fragst dich: „Was habe ich denn jetzt schon wieder getan?“

Doch aus den Augen einer langjährigen Gardetrainerin betrachtet, ist es gar nicht so schwer, uns Trainerinnen und Trainer glücklich und zufrieden zu machen.

Daher bekommst du heute von mir 10 einfache Dinge, die deine Trainerin oder deinen Trainer ganz leicht glücklich machen. Aufgepasst und mitgeschrieben!

1. Sei pünktlich im Gardetraining

Sei pünktlich im Training

„Pünktlichkeit ist eine Zier, doch es geht nicht ohne ihr“, so ein altes Sprichwort. Und es stimmt: Pünktlich im Gardetraining zu erscheinen, gehört einfach zum guten Ton. Schließlich setzt auch deine Trainerin bzw. dein Trainer alles im Bewegung, um pünktlich die Tür zum Trainingssaal aufzuschließen.

Die Trainingshallen sind meist gut ausgebucht. Die Zeit, die euch für euer Training zur Verfügung steht, muss also effektiv genutzt werden. Denn direkt danach steht schon wieder die nächste Gruppe vor der Tür.

Wer zu spät kommt, bringt Unruhe ins Team. Außerdem verpasst du dann wichtige Teile des Aufwärmens und bist so mehr versetzungsgefährdet. Wichtige Dinge, die zu Beginn der Trainingseinheit besprochen werden, bekommst du nicht mit oder deine Training bzw. Dein Trainer müssen alles nochmal extra für dich wiederholen.

Tipps um pünktlich zu sein

Ich bin mir sicher, dass leuchtet dir ein. Doch was, wenn du zu chronischer Unpünktlichkeit neigst? Auch dann kann es funktionierten, pünktlich zum Trainingsstart in der Halle zu sein. Beherzige einfach die folgenden Tipps:

  1. Packe deine Traininingstasche bereits am Tag vor dem Training und stelle sie dir an der Haustür bereit oder lege sie direkt ins Auto.
  2. Prüfe einmal, wie lange du zur Halle benötigst. Herrscht um diese Uhrzeit viel Verkehrt? Plane auf jeden Fall nochmal 5-10 Minuten Extrazeit für deinen Weg ein. So kannst du in Ruhe und ohne Hektik ankommen.
  3. Wer sich vorm Training gerne nochmal hinlegt oder in intensive Arbeiten vertieft: Stelle dir einen Wecker und zwar so, dass du nicht direkt beim klingeln aufspringen und loslaufen musst sondern nochmal ein paar Minuten Zeit hast, dich zu sortieren.

Und an alle Eltern die es nicht schaffen, ihr Kind pünktlich zu bringen: Bildes Fahrgemeinschaften oder sucht eine Alternative. Hat vielleicht eure Freundin oder euer Nachbar Zeit die Tochter zu fahren? Wer nach Möglichkeiten sucht, der wird auch welche finden. Da bin ich mir sicher.

2. Höre deiner Gardetrainerin bzw. deinem Gardetrainer genau zu

Höre deiner Gardetrainerin genau zu

Zuhören klingt einfacher als es ist. Vor allem GENAUES Zuhören. Denn das bedeutet auch, dass du gehörte Infomationen aufnimmst, abspeicherst und umsetzt.

Der Vorteil: Je genauer die Zuhörst umso besser wirst du die Anweisungen und die Ideen deines Trainers bzw. deiner Trainerin umsetzen können. Du wirst nicht so oft korrigiert und machst weniger Fehler.

Außerdem ersparst du deiner Trainerin oder deinem Trainer, alles fünfmal zu wiederholen. Dass ist nämlich echt nervig.

3. Lass deine Gardetrainerin oder deinen Gardetrainer ausreden

Lass deine Gardetrainerin ausreden

Passend zu Punkt 2, hier direkt eine weitere Form. Kennst du das: Du hörst nicht ganz genau zu, bist mit deinen Gedanken schon drei Schritte weiter und fragst etwas zum Übernächsten Schritt?

Das kann deine Trainerin oder deinen Trainer ebenfalls ganz schön auf die Nerven gehen. Schließlich hat sie bzw. Er den Plan des Trainings und des Tanzes im Kopf. Auf den übernächsten Schritt wird später eingegangen – wenn Schritt eins und zwei abgehakt sind.

Also: Hab Geduld und spare dir deine Frage auf, falls sie wirklich auch später nicht beantwortet werden sollte.

4. Lass deine Launen zuhause

Lass deine Launen zuhause

Stress in der Schule, Zoff mit den Eltern oder Ärger mit dem Freund? Wir alle haben einmal schlechte Tage – Auch deine Trainerin oder dein Trainer.

Und doch lässt sie bzw. er seine Laune nicht an dir aus. Und genauso solltest du das auch sehen. Ja, der Tag war vielleicht Mist. Aber das Training ist ja ein bzw. der Punkt des Tages, der dir vor allem Spaß machen sollte.

Also seh das Training als willkommene Abwechslung um deine schlechte Laune durch effektiven und intensiven Sport abtrainieren zu können. Investiere deine negative Energie und setzte sie in Power und Kraft um. Und du wirst sehen: Dir geht es danach besser.

Und noch etwas: Deine Trainerin oder dein Trainer hat immer ein offenes Ohr für dich und deine Sorgen. Sollte dich also etwas wirklich belasten, so sprich direkt vor Trainingsbeginn mit ihr bzw. Ihm darüber. Dann hast du den Ballast abgeworfen und kannst befreiter die Trainingszeit genießen.

5. Lerne neue Schritte nach

Lerne neue Schritte nach

Wirklich jedes Training am Start zu sein, kann keiner leisten. Dennoch solltest du im Sinne des Teams dafür sorgen, dass du so oft wie möglich dabei bist (siehe auch Punkt 6). Doch was, wenn du wirklich mal richtig krank oder im Urlaub bist?

Dann hat jeder Trainer Verständnis dafür, dass du nicht kommst. Du kannst ihm oder ihr aber dennoch eine Freude machen: Indem du die verpasst Schritte sobald wie möglich eigenständig nachlernst.

Und wenn du dann beim nächsten Training wieder anwesend bist und zeigst, was du selbstständig nachgelernt hast, wird dein Fehlen vom letzten mal vergeben und vergessen sein.

Das zeigt deinen Willen und deine Motivation für dein Team und einen gelungenen Auftritt.

6. Sei Anwesend!

Sei Anwesend

Ok, bei diesem Punkt gibt es keine Diskussion. Anwesenheit im Teamsport ist das A&O. Schließlich wollt ihr zum Saisonende gemeinsam als eine Einheit auf der Bühne glänzen. Und das klappt nun mal nur, wenn ihr so oft wie möglich vollzählig Trainieren könnt.

Je öfter du anwesend bist, umso einfacher hat es deine Trainerin oder dein Trainer, die Positionen zu stellen und neue Schritte zu vermitteln. Ihr kommt einfach schneller voran, wenn nicht jedes Training erstmal mit einer Wiederholung für die Fehlenden starten muss.

Und je schneller ihr mit dem Tanz fertig seid, umso mehr Zeit bleibt euch, diesen zu Perfektionieren.

Überlege dir also beim nächsten Mal genau, ob du wirklich einen Grund hast im Training zu fehlen. Hier mal eine Hilfstabelle zum einordnen:

  • Guter Grund: Krankheit, Urlaub, Klassenfahrt, Fortbildung (außerhalb)
  • Schlechter Grund: Geburtstag (eigener, von Freunden, von Verwandten), Familienausflug (muss das am Tag des Trainings sein?), Schwimmbad, Kino, Besuch von Freunden, Arzttermin (kann man auch anders legen), Friseurtermin (really?), Hausaufgaben, Lernen

7. Stelle die richtigen Fragen

Stell die richtigen Fragen

Unter Punkt 3 habe ich dir ja bereits etwas zum Thema ausreden lassen erzählt. Das ist wichtig und richtig. Doch wenn du auf eine relevante Information wartest und diese ausbleibt, musst du auf jeden Fall nachfragen.

Zum Beispiel wie die Handhaltung bei diesem einen Schritt ist oder in welche Richtung der Kopf zeigen soll. Auch deine Trainerin bzw. dein Trainer kann nicht immer an alle Details denken. Wenn dir also etwas unklar ist, dann frag auf jeden Fall nach.

Wichtig ist, dass du deine Frage laut und vor der ganzen Gruppe fragst. Denn nur so können deine Teamkollegen*innen ebenfalls von er fehlenden Information profitieren. Mit gezielten Fragen im Richtigen Moment machst du es deiner Gardetrainerin oder deinem Gardetrainer deutlich einfacher, den Tanz optimal beizubringen.

8. Sag direkt, wenn dir etwas nicht passt

Sag direkt wenn dir etwas nicht passt

Auch wir Trainerinnen und Trainer sind nicht perfekt. Uns kann immer mal ein Wort oder Satz rausrutschen, der im Nachgang betrachtet nicht so gemeint war.

Das Problem: Wenn du so etwas persönlich nimmst und dich im schlimmsten Fall noch zuhause bei deinen Eltern oder deinen Teamkameraden darüber auslässt „was die strenge Trainerin schon wieder gesagt hat“ machst du die Situation nicht besser.

Wie oft habe ich kurz nach dem Training wütende WhatsApp Nachrichten erhalten, dass wir Trainerinnen zu streng waren, dass das Training zu anstrengend war, oder dass wir so doch nicht mit unseren Tänzerinnen reden können. Das ist echt doof und verbreitet nur schlechte Laune.

Mach es besser: Wenn dir etwas nicht passt, dann kommt direkt nach dem Training oder direkt vor dem nächsten Training auf deine Trainerin oder deinen Trainer zu. Und zwar persönlich. Spreche direkt an, was dir gegen den Strich geht. Nur so lässt sich die Situation für alle Seiten verträglich lösen.

Auch hier ein Tipp an alle Eltern: Legt bitte nicht jedes Wort eures Kindes auf die Goldwaage. Oftmals ist Gesagtes situativ und nicht so gemeint.

Sollte sich euer Kind über das Training beschweren, so löst das ganze wie Erwachsene. Schreibt bitte keine von Emotionen getriebene Textnachricht sondern ruft den Trainer oder die Trainerin an und klärt es am Telefon. Oder kommt zum nächsten Training und besprecht es persönlich.

9. Helfe deinem Team

Helfe deinem Team

Dieser Hinweis ist wirklich schon das Bonussternchen, um deine Gardetrainerin bzw. deinen Gardetrainerin glücklich zu machen.

In jedem Team gibt es stärkere und schwächere Mitglieder. Oder Tänzerinnen und Tänzer die aufgrund Krankheit oder Urlaub länger nicht im Training waren.

Fass dir ein Herz und triff dich genau mit diesen Leuten in deiner Freizeit. Zeige ihm oder ihr die neuen Schritte und helfe dabei, dass sie im Team mithalten können.

So nimmst du deiner Trainerin bzw. deinem Trainer ein gutes Stück Arbeit ab. Außerdem bist du so ein tolles Vorbild für dein gesamtes Team. Das ist wahrer Teamgeist.

10. Respektiere deine Gardetrainerin bzw. deinen Gardetrainer

Respektiere deine Gardetrainerin

Respekt. Das ist so unglaublich wichtig. Doch wie zeigst du deinen Trainern, dass du sie respektierst und ihre Arbeit schätzt? So schwer ist das gar nicht. Hier ein paar Zeichen für Respekt:

  • Wenn dein Trainer bzw. deine Trainerin sagt, ihr sollt euch aufstellen, dann stell dich auch direkt auf – und nicht erst nach der dritten Aufforderung. Gleiches gilt auch fürs Aufwärmen.
  • Sei still, wenn die Trainer sprechen und quatsche nicht einfach dazwischen. Dass gilt übrigens auch, wenn andere Tänzer*innen etwas zu sagen haben.
  • Sei aufmerksam, auch wenn du zum Beispiel aufgrund einer Verletzung nur am Rand sitzt und zuschaust. Pass trotzdem auf was passiert und versuche das Gezeigte im Kopf mitzulernen.
  • Halte dich an Vereinbarungen. Ihr sollte alle mit weißem Shirt und schwarzer Hose im Training erscheinen? Dann mach das und vergesse es nicht.
  • Bleib stehen: Wenn dein Trainerteam etwas überlegen muss, setze dich nicht einfach hin auf den Boden sondern warte die paar Minuten im stehen ab.

Beherzige diese Punkte und du wirst sehen, dass das Training sowohl dir, als auch deinem Team und den Trainern viel mehr Spaß machen wird.

Liebe Trainerinnen und Trainer: Habt ihr noch etwas hinzuzufügen? Dann schreibt doch gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag.

Viele Grüße,
Lisa von keep-dancing

3 Kommentare
  1. Sani sagte:

    Liebe Lisa, ich trainiere seit vielen Jahren eine Showtanzgruppe und lese auch schon länger deinen Blog. Du hast fast alle Punkte erwähnt, die auch mich als Trainerin glücklich machen würden. Ein Punkt fehlt noch: Bei den Auftritten anwesend sein!
    Viele denken sicher, dass das doch selbstverständlich ist – bei uns leider nicht! Wir haben übers Jahr verteilt 20-25 Auftritte und in den letzten drei Jahren konnten wir pro Jahr gerade mal einen Auftritt in voller Besetzung tanzen. Mich macht das jedes Mal wahnsinnig traurig, denn es steckt so viel Arbeit in der Choreo und den Hebefiguren und dann müssen wir immer wieder umbauen, weil eine oder mehrere fehlen.
    Habt ihr Tipps, wie man die Mädchen dazu bringt, zuverlässiger zu den Auftritten zu kommen? Ich erwarte ja nicht, dass wirklich bei jedem Auftritt alle da sind, es kann schließlich immer eine krank werden oder mal ein anderer wichtiger Grund vorliegen, aber ein Auftritt pro Jahr in Vollbesetzung ist deprimierend! Abgesagt wird übrigens auch meistens mit
    “schlechten Gründen” (Ski fahren, Geburtstag, Familienausflug,…).
    Wie sieht es bei euch mit der Zuverlässigkeit bei Auftritten aus?
    Viele Grüße
    Sani

    Antworten
    • Lisa sagte:

      Hi Sani,
      den Punkt kenne ich so fast gar nicht. Wir sind nur ein “kleiner” Verein, tanzen auch keine Turniere oder so. Heißt, unsere Mädels haben im Jahr nur so 4-6 Auftritte, vier davon auf unseren eigenen Veranstaltungen im Februar am Stück. Von daher sind sie persönlich schon sehr “heiß” drauf, auf der Bühne zu stehen. Das ganze Jahr Training muss sich ja lohnen.

      Bei so vielen Auftritten wie ihr es habt, kann ich verstehen, dass nicht immer alle beisammen sind. Gibt es denn eine Hauptphase, in der Auftritte stattfinden? Z.B. Januar bis März? Evtl. könnte man zum Sessionsstart abklären mit Kindern wie Eltern, dass sich diese Zeit auf jeden Fall freigehalten werden soll. Zudem würde ich alle bekannten Termine so früh wie möglich ankündigen, damit diese vor allen anderen Terminen (Skifahren etc.) im Kalender stehen.

      Vielleicht hilft das schon weiter,
      Viele Grüße Lisa

      Antworten

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