Plötzlich Prinzessin

Die Inthronisierung

Endlich wieder Karneval

Nun ist es bald wieder soweit, der 11.11 und damit die offizielle Eröffnung des Karnevals rückt immer näher. Ich will ich heute und in den nächsten Artikel mit zurück nehmen auf eine Reise, durch meine Zeit als Karnevalsprinzessin.

Denn am 11.11.2016 war es endlich soweit: Als Karnevalskind geboren wurde ich nun, 26 Jahre später Prinzessin meines Vereins. Gemeinsam mit meinem (jetzt) Mann durfte ich den Verein ein Jahr lang anführen.

Die Zeit vor dem 11.11. war wahnsinnig spannend. Bei uns ist es so, dass erst am Tag der Eröffnung, genauer gesagt um 21:11 Uhr, das alte Prinzenpaar abtritt und das neue Prinzenpaar bekannt gegeben wird. Die Namen sind bis dahin quasi Dorfgeheimnis Nummer eins. Das weiß selbst die NSA nicht früher 😉

Bis auf ein paar eingeweihte wussten es tatsächlich nicht einmal meine Eltern. Aber eins kann ich euch sagen: So viel gelogen wie im Monat vor der Krönung habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht.

Planung ist alles

Nun war er also endlich da, der Tag der Tage. Da es ein Freitag war ging ich erstmal ganz normal zur Arbeit. Normal? Neeee. Ich war tierisch nervös und hibbelig, den gesamten Tag über. Schließlich musste alles glatt laufen. Meine Schwester kam heimlich angereist und musste inkognito vom Bahnhof abgeholt und zu uns nach Hause gebracht werden.

Auch meine Schwiegereltern sowie Schwägerin und Freund sollten im Laufe des Abends heimlich eintreffen. Würde alles klappen? Würde jemand die Autos sehen? Schließlich wohnen wir nur eine Straße von der Veranstaltungshalle entfernt.

Mittags hielt mich dann nichts mehr an der Arbeit. So machte ich verführt Feierabend und versuchte mich zuhause noch ein wenig auszuruhen. Schließlich musste ich um 18 Uhr wieder auf der Matte stehen.

Auch das war eine Besonderheit: Als Trainerin der Juniorengarde konnte und wollte ich den ersten Auftritt meiner Mädels nicht verpassen. Außerdem wäre dann jedem sofort klar, dass wir das Prinzenpaar sind. Sprich: Ich stand pünktlich um 18 Uhr in der Halle und machte meine Mädchen für den Tanz fertig. Im Vorfeld hatte ich alles genau geplant. Der Tanz würde gegen 20:30 Uhr aufgeführt. Direkt danach würden wir gemeinsam zurück in unseren Vorbereitungsraum gehen.

Ich musste mich also genau danach davon schleichen. Damit dies nicht so auffällig war hatte ich bereits im Vorfeld rumerzählt, mein Handy zuhause vergessen zu haben. Das wollte ich nach dem Tanz „nur mal kurz“ holen.

Prinzessin in 3, 2, 1…

Zuhause warteten bereits unsere geheimen Gäste. Außerdem meine Lieblingsprinzenbetreuerin Sabrina. Wir hatten im Vorfeld geübt, mich in 30 Minuten von null auf Prinzessin zu stylen. Und so legte sie einen Shoppingqueen-reifen Auftritt als Friseurin und Maskenbildnerin hin. Keine 30 Minuten später war ich fertig.

Unsere Eröffnungsrede bei der Inthronisierung am 11.11.2016

Nun warteten wir noch auf den Anruf unseres Vorstandes. Meine Nervosität stieg langsam ins Unermessliche. Und falls ihr euch fragt, wo mein Prinz die ganze Zeit war: Um die Gerüchte weiter anzuheizen ist er in der Halle bei den anderen Elferrats-Herren geblieben. Er tat so wie immer und stellte sich auch brav zur Abordnung, als das bis dato amtieren Prinzenpaar zur Abschlussrede herein gebracht wurde.

Das war mein Stichwort. Gemeinsam mit unseren eingeweihten Gästen begab ich mich zur Halle. Nach einigen wenigen Warteminuten kam unser Vorstand schon heraus. „Jetzt geht’s los“. Mein Herz schlug mir bis zum Hals.

Als die große Garde, die mich reinbringen würde, mich entdeckte gerieten viele Mädels ins Kreischen. Schließlich habe ich fast alle von ihnen schon in den Junioren trainiert. Auch für mich ein ganz besonderes Gefühl, von „meinen Mädels“ begleitet zu werden.

„Atemlos“ in die Karnevalssession

Zu den Klängen von Helenes „Atemlos“ wurde ich in den tobenden Saal geführt. Ich konnte nicht anders als zu Strahlen, als die vielen Vereinsmitglieder mir zujubelten. Aus vielen Ecken war ein lautes „Ich wusste es!“ zu hören.

Vorne strahlte auch mein Prinz Arek über beide Wangen. Das war unser Moment. Und es sollte nicht der Einzige in unserer Session bleiben.

Die restlichen Stunden des Tages und der Nacht vergingen im Vergleich zum Vormittag wie im Flug. Nach unserer Antrittsrede folgten Fotos mit Presse und Garde. Anschließend präsentierte die Prinzengarde ihren Marschtanz. Es folgten unzählige Gratulanten, die uns stürmisch umarmten.

Ein Highlight: Sitzungspräsidentin Birgit (und meine Firmpatin) erhielt den höchsten Orden des KVK. Klar, auch hier waren wir als Prinzenpaar mit dabei. Die Nacht wurde zu einem rauschenden Fest, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Nun war es also raus. Wir waren das Besser Prinzenpaar und das im 55ten Jubiläumsjahr. Was wir in der Session noch so alles erlebt haben, erzähle ich euch in den nächsten Artikeln von „Plötzlich Prinzessin“.

Eure Lisa
keep-dancing

Mein Mann und ich als Prinzenpaar 2016/2017

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