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Euer neuer Marschtanz – Schritt 5: Die Umsetzung

  • Tanzgarde beim Training

Mit Disziplin zum ersten Auftritt

Man oh Man, geht es euch auch so? Musik, Konzept, Schritte, Choreographie – Und das alles in wenigen Wochen. Nach knapp drei Trainingseinheiten sitzt der Tanz und man selbst könnte auf die Bühne. Doch dann kommt die Zeit der Umsetzung und damit der Ausdauer.

Was wir Trainer in wenigen Stunden erschaffen dauert mit der gesamten Garde gut ein halbes Jahr. Manchmal bin ich selbst überrascht, dass wir bisher immer rechtzeitig fertig waren. Unser Tanz wird nämlich traditionell am 11.11. Uraufgeführt und muss bis dahin natürlich sitzen. Da denkt man sich: Pah, ich habe den Tanz in sechs Stunden gelernt, wird schon klappen. Und schwitzt dann doch ordentlich in den letzten Trainings vorm großen Auftritt.

Motivationshoch

Zu Beginn läuft alles rund. Nach der Trainingspause sind sowohl Tänzer als auch Trainer hochmotiviert. Die ersten Trainings: Ein Traum. Hohe Anwesenheitsquoten, engagierte und konzentrierte Tänzer, schnelle Lernerfolge. Die ersten 30 Sekunden, ein Klacks. Immer schneller, immer weiter, immer besser – So fühlt sich das gut an!

Pleiten, Pech und Pannen bei der Umsetzung

Doch dann kommt, was kommen muss. Eine Schrittkombination will einfach nicht in den Kopf. Eine Beinreihe wird nie komplett sauber ausgeführt. Oder eine Positionswechsel klappt hinten und vorne nicht. Dabei haben wir Trainer es doch hinbekommen…Was nun? Zuerst solltet ihr natürlich alles daran setzen, eure Idee auch zu verwirklichen. Dann machen wir eben noch eine Wiederholung (manchmal haben wir eine Kombination über eine halbe Stunde lang trainiert). Und nochmal, und nochmal, und nochmal. Den Positionswechsel mehrfach ausgeführt und die Problemstellen identifiziert und analysiert. Und endlich, endlich platzt der Knoten und es funktioniert!

Und wenn nicht? Hier kann es auch einfach helfen, erstmal mit einem anderen Schritt weiterzumachen. Vielleicht löst sich das Problem von ganz alleine und auf einmal funktioniert es. Doch wenn alles nichts hilft, sollte man früher oder später die Reißleine ziehen. Dann war der Schritt eben nicht der richtige oder die Position zu schwer zu erreichen. Hier muss man als Trainer offen sein, auch mal etwas anderes auszuprobieren. Doch bitte nicht direkt beim ersten “Das geht nicht”. Die Mädchen müssen lernen, sich eben auch durch schwierige Schritte durchzubeißen und den nötigen Ehrgeiz entwickeln. Würde der Trainer bei jedem kleinen Piep die Kombination abändern, verliert er seine Autorität. Und das muss tunlichst vermieden werden.

Und dann kommt der Sommer…

…und wir schlittern mit Vollgas in ein Motivations-Loch. Sommer und Sonnenschein haben zuerst zur Folge, dass es viele Ausfälle gibt. Die Sommergrippe schlägt um sich. Dann folgen die Sommerferien, immer ein Garant für eine Trainings-Flaute. Denn da gibt es Mädchen, die sechs Wochen am Stück nicht da sind. Und wiederum andere, die die gesamte Zeit im Training sind.

Bild mit Sonne und blauem Himmel

Einerseits kann man mit wenig “Personal” nicht weiter machen (man muss sonst alles mühevoll nach den Ferien nochmal zeigen), andererseits möchte man die anwesende Mannschaft auch nicht demotivieren. So stellt sich hier immer die Frage: Was tun? Wir handhaben es so, dass wir in den Sommerferien nur einmal pro Woche trainieren. Dabei machen wir dann eine Kombination aus Fitness-Training, Wiederholungen und – bei entsprechender Besetzung – ein paar neuen Schritten. Gerade genug um nach den Ferien mit einer schnellen Wiederholung die Viel-Urlauber abzuholen. Und bei richtig heißem Wetter gibt es für die fleißigen Mädels ein kühles Eis.

Herbstzeit, Erkältungszeit

Nach der Sommergrippe folgt der Herbstschnupfen. Ausgerechnet jetzt, wo wir auf die heiße Phase zusteuern, greift erneut die Erkältungswelle um sich. Viele Krankheitsausfälle sind zu beklagen. Zusätzlich rollt die Ausredenwelle in Tsunami-Stärke auf uns zu. Man merkt: Die Luft ist raus. Das Trainingsjahr ist schon lang und noch keine motivierenden Auftritte wurden abgelegt.

Plüschtierfrosch mit Taschentüchern

Der Tanz ist (hoffentlich) auch schon fertig und die Motivation zur zehnten Wiederholung dementsprechend niedrig. Doch da müssen wir durch. Beißen – Es hilft alles nichts. Nun ist es an der Zeit, den fertigen Tanz hübsch zu machen. Hier wird gefeilt und dort wird gehobelt. Der ein oder andere Schritt muss vielleicht doch nochmal ausgetauscht werden, um Perfektion zu erreichen.

Applaus, Applaus

Und dann, endlich, ist es soweit: Der Tanz wird zum ersten Mal einem großen Publikum präsentiert. Der aufregendste Zeitpunkt für uns als Trainer. Wie kommt der Tanz an? Wie schlagen sich die Mädchen? Was sagen die anderen Vereinsmitglieder? Und – Haben sich der Schweiß, die Tränen und die Anstrengung gelohnt?

Der größte Lohn für Tänzer und Trainer ist der Applaus. Hieraus schöpfen wir unsere Kraft und Motivation für die weitere Zeit und das Training. Und wenn ihr auch nicht ganz mit euren Mädchen zufrieden seid: Sobald das Publikum applaudiert ist jeder kleine Fehler vergessen. Und dann wisst ihr, dass es sich lohnt und das ihr den für euch perfekten Marschtanz kreiert habt. Denn jeder Tanz in dem eure Liebe, eure Arbeit und eure Kreativität steckt, ist perfekt. Vergesst das nicht!

Ein Hoch auf alle Trainer,

eure Lisa
keep-dancing

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Schritt 1: Die Musik

Die perfekte Musik für euren neuen Marschtanz

Schritt 2: Das Konzept

Notizblock mit Stift und zerknüllte Zettel

Schritt 3: Die Schritte

Balletttänzer im Training

Schritt 4: Die Choreographie

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3 Kommentare
  1. Jessica
    Jessica sagte:
    5. März 2018 um 21:25

    Super Beitrag! Total motivierend und inspirierend ? Danke dafür!!

    Antworten
    • Lisa Roczniewski
      Lisa sagte:
      5. März 2018 um 21:37

      Hallo Jessica, vielen Dank für dein Feedback. Das freut mich wirklich sehr ?

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. Euer neuer Marschtanz - Schritt 1: Die Musik - keep-dancing.de sagt:
    19. Mai 2019 um 13:39 Uhr

    […] Schritt 5: Die Umsetzung […]

    Antworten

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