10 gute Vorsätze für das Jahr mit deiner Garde

Tänzeredition

Tänzerin einer Garde mit Gardestiefeln

Ich will doch nur Tanzen

Das neue Jahr ist angebrochen. Hast du dir schon Vorsätze gesetzt? Als Tänzerin oder Tänzer in einer Garde oder Showtanzgruppe kann es durchaus Sinn machen, sich einmal Vorsätze für das neue Jahr zu setzen.

Willst du „einfach nur“ Tanzen oder gibt es da noch mehr, was du möchtest? Eine Hauptrolle im Showtanz oder endlich den Spagat können sind natürlich Klassiker. Heute bekommst du von mir zehn frische Ideen, wie deine Garde-Vorsätze für das anstehende Jahr noch aussehen können.

P.S. Du bist Trainerin oder Trainer? Dann schau doch mal in meinen Artikel „10 gute Vorsätze für das Jahr mit deiner Garde – Traineredition“ rein.

Vorsatz 1: Setze dir persönliche Ziele

Fehlende Motivation? Nicht mit den richtigen Zielen!Werde dir klar darüber, was du in deiner aktiven Zeit als Tänzerin oder Tänzer erreichen willst. Dabei kannst du ruhig groß Denken. Wenn du deine Ziele kennst überlege einmal, was du in diesem Jahr bereits tun kannst, damit du deinem Endziel Stück für Stück näherkommst.

Wichtig: Schreibe es auf. Du kannst auch ein schönes Plakat gestalten und dir in dein Zimmer hängen. So hast du immer vor Augen, warum du Woche für Woche ins Training gehst. Das schafft Motivation, wenn du mal viel zu tun hast oder deine Stimmung gerade nicht so gut ist.

Vorsatz 2: Sei pünktlich im Training

Ganz ehrlich: Jeder hasst langes Warten. Wer immer zu spät zum Training kommt sorgt für Unmut in der ganzen Gruppe.

Wenn du weißt, dass du vor deinem Training nur wenig Zeit hast – sei es durch Schularbeiten oder die Arbeit – packe deine Trainingstasche bereits am Vorabend und stelle sie bei der Haustür bereit. So sparst du dir ein hektisches Zusammensuchen deiner Trainingsutensilien und bist grundsätzlich entspannter.

Du kannst die Tasche auch bereits ins Auto schmeißen und so direkt ins Training fahren, sollte es an der Arbeit mal später werden.

Und wenn sich eine Verspätung nicht vermeiden lässt: Melde dich bei deinen Trainerinnen. Jeder versteht es, wenn man mal zu spät kommt, sofern du es ankündigst und die Gruppe nicht auf dich warten lässt. Das ist fair und verhindert schlechte Stimmung.

Vorsatz 3: Übe auch neben dem Training

Guter Vorsatz für deine garde: Lege auch mal zuhause eine Trainingseinheit hinOb Schritte wiederholen oder ein Stretching am Abend, nutze auch nach dem Training mal ein paar Minuten. So kannst du gelerntes festigen und im eigentlichen Training deine Aufmerksamkeit auf die neue Choreo lenken.

Oft bleibt im Training auch nicht genug Zeit, an deinen persönlichen Defiziten zu arbeiten. Deine Trainerin hat schließlich nicht nur dich vor sich, sondern auch noch deine Vielzahl von Mittänzern. Sie muss also einen guten Mix an Übungen finden, der für den Großteil passt.

Möchtest du dich individuell verbessern, steht dir deine Trainerin bzw. dein Trainer sich gerne mit Übungen zur Verfügung. Diese kannst du dann eigenständig zuhause ausführen und so Stück für Stück deinem Ziel näherkommen.

Vorsatz 4: Setze deine Prioritäten

Welche Priorität hat das Training mit der Garde für dich? Um das herauszufinden, musst du erstmal notieren, was es alles für Verpflichtungen in deinem Leben gibt. Da ist die Schule und die Arbeit, der Haushalt, Freunde und Freizeitaktivitäten wie Kino oder Schwimmbad.

Erstelle eine Liste für dich selbst und schau, wie viel Zeit für die einzelnen Aktivitäten draufgeht. Für das Training sind es meisten drei bis fünf Stunden die Woche.

Lässt sich diese Zeit in dein Leben integrieren? Das liegt ganz daran, wie wichtig das Training dir ist. Wenn die Priorität für dich groß genug ist, bekommst du es auch neben Schulaufgaben oder stressigem Job hin – da spreche ich aus Erfahrung.

Wenn dein Training allerdings von der Priorität noch hinter dem Schwimmbadbesuch mit deinen Freundinnen liegt solltest du dich ernsthaft fragen, ob die Garde das richtige für dich ist. Dazu mehr in Vorsatz 8.

Vorsatz 5: Gönne anderen ihre Erfolge

Gönne anderen ihre Erfolge Du hättest gerne die Hauptrolle im Showtanz, doch ein anderes Mädchen hat diese bekommen? Du würdest im Marschtanz gerne in der ersten Reihe stehen, doch tanzt hinten in der Ecke?

Dann sei nicht sauer auf die Mittänzer, welche das haben, was du nicht hast. Gönne ihnen den Erfolg und nimm dir an ihnen ein Beispiel. Was haben sie gemacht, um das zu bekommen, was ich nicht habe? Frage sie nach ihrem Geheimrezept und nutze dies, um an dir selbst zu arbeiten.

Frage auch deine Trainerin, was du tun musst, um im nächsten Jahr ganz vorne zu stehen. Wandle also deinen Frust um in Motivation und lerne anderen etwas zu gönnen. Du wirst sehen: Der Erfolg wird sich auch bei dir einstellen.

Vorsatz 6: Nimm den Druck raus

Machst du dir viel Druck im Training? Regst du dich beispielsweise auf, wenn ein neuer Schritt nicht sofort funktioniert? Oder vertanzt du dich grundsätzlich, sobald du auf der Bühne stehst oder in einer Kleingruppe Vortanzen musst?

Das sind Anzeichen dafür, dass du dich sehr unter Druck setzt. Wo ein gewisser Ehrgeiz gut ist, um Höchstleistung zu erbringen, kann zu viel Druck dir schaden. Er blockiert dich.

Versuche in diesen Moment dich auf das zu besinnen, warum du in der Garde bist: Weil du das Tanzen liebst. Wenn du dein ganzes Herz in die Sache legst – ohne Druck – wird dir viel mehr gelingen und du hast mehr Spaß an der Sache.

Vorsatz 7: Bring deine Meinung ein

Vorsatz für die Garde: Bring deine meinung einDu hast eine Idee für Musik, Schritte oder Kostüme? Scheue dich nicht auf deine Trainer oder deine Trainerin zuzugehen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass wir uns immer über Input aus der Gruppe freuen. Das zeigt deinem Trainer, dass du mit voller Leidenschaft für die Sache dabei bist und Lust hast, selbst mitzugestalten.

Sage auch deine Meinung, wenn du gefragt wirst. Dein Trainer oder deine Trainerin ist auf deine Rückmeldung angewiesen. Nur so kann sie bzw. er wissen, ob das Training gerade gut ankommt, dir Spaß macht und hilfreich ist.

Hab keine Angst, auch einmal Kritik zu üben. Nur so macht das Miteinander langfristig Spaß und die Motivation bleibt erhalten.

Vorsatz 8: Sei ehrlich mit dir selbst

Du hast keine Lust auf das Training und das immer wieder und nicht nur einmal? Die Luft ist raus und du findest einfach keine Motivation mehr? Der Schwimmbadbesuch ist eine willkommene Ausrede für dich?

Dann sei ehrlich zu dir selbst – aber vor allem auch zu deiner Gruppe. Wenn es dir keinen Spaß mehr macht ist es für alle Beteiligten das Beste, eine Pause einzulegen und die Garde zu verlassen. In dieser Trainingsfreien Zeit kannst du dir bewusst und klar darüber werden, ob du das Training vermisst oder ob es ein Abschied für immer ist.

Und wenn das so ist, ist das gut so. Keine Garde, kein Trainer hat Lust darauf eine Tänzerin durchzuschleppen, die eigentlich keine Lust hat. Ein Schlussstrich ist dann das fairste für alle.

Vorsatz 9: Lerne Zeitmanagement

Vorsatz für deine Garde: Mit dem richtigen Zeitmanagement verpast du kein Training mehrSchularbeiten, Freunde treffen, Geburtstag von Mama und Training? Mit der richtigen Planung und Disziplin kannst du alles unter einen Hut bringen. Die meisten To Dos in einem Alltag stehen bereits im Vorfeld fest. Und eine zeitliche Einschätzung kannst du auch vornehmen.

Wenn du weißt, dass deine Mama am Tag des Trainings Geburtstag hat, besuche sie doch einfach vorher oder einen Tag später. Wenn deine Freunde sich mit dir Treffen wollen, lege es auf einen Abend wo kein Training ist.

Wenn du für eine wichtige Klausur lernen musst, plane dir die Trainingsfreien Tage dafür ein und beginne rechtzeitig. Es geht alles mit dem richtigen Zeitmanagement – wichtig ist, dass du dich in dem Moment in den Hintern trittst, das Handy zur Seite legst und deine To Dos erledigst, damit das Training nicht darunter leidet.

Diese Fähigkeit hilft dir nicht nur heute, sondern auch im späteren Leben. Den auch im Job ist eine Person, die ihre Zeit selbstständig einteilen und sich eigenverantwortlich organisieren kann, gefragt und ein Segen für jeden Vorgesetzten.

Vorsatz 10: Trau dich!

Als Tänzerin oder Tänzer ist es das große Ziel, auf der Bühne zu stehen und einen großartigen Auftritt hinzulegen. Damit das geschieht gibt es nur einen Tipp: Trau dich aus dir raus zu gehen, zu übertreiben und auch mal „hässlich“ auszusehen.

Das Wichtigste für einen fantastischen Tanz ist die Ausstrahlung der Tänzerinnen und Tänzer. Eine Gruppe kann die anspruchsvollsten Schritte in den außergewöhnlichsten Kostümen zeigen: Wenn die Ausstrahlung nicht passt, ist der Tanz nur halb so schön.

Also trau dich und tanze dir die Seele aus dem Leib. So überzeugst du deine Trainerin und natürlich auch dein Publikum.

Welche Vorsätze hast du für das neue Jahr? Schreib es mir in die Kommentare,
deine Lisa

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