Gardetraining: Die Session beginnt

Schon wieder geht ein (Trainings-)Jahr…

Es kommt mir vor wie gestern: Weiberfastnacht und Rosenmontag, Auftritte mit Marsch- und Schautanz. Ein tolles Publikum, stolze Eltern und glückliche Tänzerinnen. Doch tatsächlich ist Karneval nun schon fast zwei Monate her. Während andere Aktive noch ihre wohl verdiente Pause genießen geht es bei uns Garden schon wieder voll zur Sache! Seit letzter Woche sind wir wieder im Training. Bereits drei Wochen zuvor haben wir Trainer die neue Musik ausgesucht, die ersten Schritte einstudiert und vor allem viel organisatorisches Zeug erledigt. Neben der Planung des Trainingsjahres ist für uns vor allem der allererste Trainingstermin in der neuen Session sehr wichtig.

In meinem heutigen Beitrag will ich euch einen kleinen Einblick geben, wie wir das erste Treffen mit den Mädchen vorbereiten. Was macht man überhaupt beim ersten Treffen und wie stellt man schon hier die Weichen für ein erfolgreiches Trainingsjahr? Antworten darauf jetzt hier.

Planung ist das A und O

Die Vorbereitung des ersten Trainings bedeutet vor allem eins: Viele neue Listen erstellen. Excel und Word sind dabei meine besten Freunde. Angefangen bei der klassischen Namensliste, über die neue Anwesenheitsliste bis hin zur Checkliste des aktuellen Standes können sich vor allem Analytiker hier bestens austoben. Als „Bürohengst“ ganz klar meine Aufgabe. Hier eine Übersicht der Listen, die wir verwenden. Ladet euch gerne ein Muster für eure Trainermappe herunter:

    • Namensliste: Mit den Vor- und Zunamen jeder Tänzerin, Telefon- und Handynummern, Adressen und Geburtsdaten. Auch die Daten der Trainer stehen drauf. Die Liste wird im ersten Training abgeglichen und ggf. nach erfolgter Korrektur beim nächsten Training an jedes Mädchen ausgeteilt
    • Telefonliste Eltern: Erstmals in diesem Jahr sammeln wir auch die Handynummern der Eltern ein. In einer eigenen Eltern-WhatsApp-Gruppe möchten wir so für uns wichtige Themen abstimmen
    • Anwesenheitsliste: Super wichtig für jeden Trainer. Hier tragen wir zu jedem Training ein, welches Mädchen anwesend ist. Dabei nutzen wird die Kürzel „A“ für Anwesend, „S“ für zu spät, „E“ für Entschuldigt, „U“ für Unentschuldigt und „AK“ für Anwesend aber krank. Es ist ganz spannend, die Listen zwischendurch auszuwerten. So merkt man recht schnell, wer häufig fehlt und kann gezielt mit diesem Mädchen sprechen und Lösungen entwickeln.
    • Checkliste: Diese Liste enthält Spalten für die klassischen Elemente wie Spagat, Spagatsprung, Beinführung und Rad. Hier prüfen wir zum Trainingsstart den aktuellen Stand ab. Mehr dazu unten im Beitrag.

Starter-Kit für die Tänzerinnen

Neben den ganzen Listen für uns Trainer erhält bei uns jedes Mädchen ebenfalls einen Packen Papier. Wir haben es „Starter-Kit“ genannt. Dort finden sich gesammelt alle wichtigen Infos zum Start der Session.

Starter-Kit für die Tänzerinnen mit verschiedenen Briefen, Terminlisten und der Regelnübersicht

Ein Anschreiben für die Eltern, ein Infobrief der Gardebetreuer des Vereins, eine Übersicht der Regeln und unser ganzer Stolz: Der Gardekalender.

Dieser enthält alle Termine die im Jahr so anstehen. Das können Trainings sein oder Trainingstage aber auch Auftritte und die Karnevalstermine. Den Kalender könnt ihr euch mit ein paar Tricks selbst zusammen stellen. Ich habe meinen hier heruntergeladen (Vorlage 4) und zwar einmal für 2017 und einmal für 2018. Jeweils die Version mit einem Halbjahreskalender pro Seite. In Excel verschiebt ihr dann die Spalten so, dass die Monate auf das Trainingsjahr passen. Den Kalender können sich die Mädels einfach ins Zimmer oder an den Kühlschrank hängen. So sind alle Termine immer im Blick.

Gardekalender 2017/2018

Checkliste zum Neustart

Um zu wissen woran wir sind, prüfen wir in einem der ersten Trainings immer den aktuellen Stand ab. Dazu machen wir uns erstmal richtig warm. Nach einer langen Session mit anschließender Pause sind die Muskeln ganz schön eingerostet. Nehmt euch hier also ruhig eine Trainingseinheit Zeit für. Wenn alle aufgewärmt sind geht es an den persönlichen Check-Up. Jedes Mädchen zeigt uns den Spagat mit beiden Seiten, den Spagatsprung, die Beinführung und das Rad. Wir schreiben uns genau auf, wie dies klappt und wo die Schwächen liegen. An diesen kann man dann gezielt im Laufe des Jahres arbeiten.

Von Zielen bis zu Spielen: Was noch?

Das waren ja nun alles ganz schön Trockene Themen. Natürlich sollen die ersten Trainings auch Spaß machen. Was man machen kann um die Stimmung aufzulockern sind Spiele. Im letzten Jahr hat sich unsere Gruppe ziemlich verändert. Wir haben viele Tänzerinnen in die höhere Garde abgegeben und einen Schwung neue erhalten. Zum Start haben wir daher ein Teambuilding-Spiel gespielt. Dabei hatten wir zuerst sieben Stühle aneinander gestellt. Auf diesen sollten sich alle 14 Mädels platzieren. Stück für Stück haben wir immer einen Stuhl entfernt, so war immer weniger Platz. Ich glaube am Ende sind zwei drei Stühle übriggeblieben auf denen alle Platz gefunden haben.

In diesem Jahr haben wir einmal einen psychologischen Ansatz gefunden. Statt den Mädchen zu predigen, was sie lernen sollen, möchten wir diesmal die Eigenmotivation nutzen. Dazu hat jedes Mädchen nach dem Check-Up einen kleinen Zettel erhalten. Dort sollte es für sich notieren, welches Ziel es diese Session erreichen will. Ob endlich der Spagat mit rechts oder eine bessere Ausstrahlung: Ziele die man sich selbst setzt werden häufiger erreicht und sind eine tolle Motivation auf die wir Trainer uns nun berufen können.

Soviel zu meinen Erfahrungen und Tipps zum ersten Training. Wie sieht es bei euch aus? Was macht ihr um die Gruppe zu einem guten Start zu motivieren? Ich freue mich über eure Kommentare.

Viele Grüße
Lisa von keep-dancing

1 Antwort

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  1. […] unterschätzt aber wirklich wichtig ist das Thema der Vorbereitung. Nach Aschermittwoch stürzen wir Trainer uns wieder direkt in die Planung der neuen Session. Es […]

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