Trainingstag mit der Garde

Planung und Gestaltung einfach gemacht

Trainingstag mit der Garde

Der Trainingstag – Abwechslung für Körper und Geist

Ein Trainingstag oder Trainingswoche gehört fest zum Jahr mit deiner Garde. Doch im Gegensatz zum wöchentlichen Training bietet ein ganzer Tag oder ein Wochenende viel mehr Potential. Nicht nur, dass man gezielt und konzentriert mehrere Stunden an Tanz, Kraft und Beweglichkeit arbeiten kann: So ein Tag schweißt das Team nochmal ganz besonders zusammen.

Daher ist es sehr wichtig, dass neben dem reinen Training auch der Spaß nicht zu kurz kommt. So wird der Trainingstag zu etwas Besonderem und motiviert deine Tänzerinnen und Tänzer, am Ball zu bleiben.

Was willst du mit deiner Garde erreichen?

Fehlende Motivation? Nicht mit den richtigen Zielen!Zu Beginn deiner Planung sollte die Frage nach dem Ziel stehen: Was will ich mit dem Trainingstag oder Wochenende erreichen? Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zu Beginn des Trainingsjahres steht vielleicht das Beibringen von Schritten oder das Teambuilding im Fokus.

Später im Jahresverlauf kann es das Perfektionieren des Tanzes oder der spezifische Aufbau von Kraft und Beweglichkeit sein.

Nur wenn du dein Ziel für den Tag kennst, kannst du den richtigen Weg finden. Auch ein ganzer Trainingstag hat nur eine begrenzte Stundenanzahl – mit einem konkreten Ziel kannst du die verfügbare Zeit optimal nutzen und ausgestalten.

Wie viel Zeit habe ich für den Trainingstag?

Wo wir beim Thema Zeit wären. Hast du nur vier Stunden, einen ganzen Tag oder sogar ein Wochenende? Je nachdem wie viel Zeit dir zur Verfügung steht, kannst du mehr schaffen und hast auch mehr Möglichkeiten, den Tag abwechslungsreich zu gestalten.

Denke immer daran, ausreichend Zeitpuffer einzuplanen. Ich merke es regelmäßig, wenn wir am Trainingstag den Tanz ausfeilen wollen. Schritt für Schritt durchgehen dauert häufig doch deutlich länger als gedacht.

Denke auch an Pausenzeiten und Zeiten für Spaß und Teamzusammenhalt. So bleibt der Tag positiv im Gedächtnis.

Wo trainiere ich?

Die Wahl des Trainingsortes ist ebenfalls entscheidend. Denn über einen Ortswechsel kannst du den Tag bereits mit einfachen Mitteln zu etwas besonderem und Außergewöhnlichen machen. Ein anderer Ort setzt neue Impulse und ermöglicht im besten Fall ein konzentriertes Arbeiten.

Training mit der Garde draußen

Auch hier spielt allerdings die Zeit deines Trainingstages eine entscheidende Rolle. Steht dir nur ein hal

ber Tag zur Verfügung, ist die örtliche Halle sicher die beste Wahl. Fahrtwege entfallen und du kannst die angesetzte Zeit optimal nutzen.

Im Sommer kannst du auch bei kurzen Trainingstagen das Training mal nach draußen Verlagern. Für eine Einheit am Tag oder auch komplett. Tipp: Draußen ist die Abwechslung zwar groß, jedoch gibt es auch viel mehr Ablenkungen. Das können Spaziergänger sein oder auch einfach nur Insekten, welche beim Training stören.

Wenn du wirklich konzentriert arbeiten willst, eignet sich die Halle besser. Für Teamspiele oder beispielsweise eine entspannte Yoga-Einheit ist ein ruhiger Platz draußen jedoch gut geeignet.

Szenenwechsel

Trainingswochenenden bieten die Chance, noch einmal komplett aus der bekannten Region zu entfliehen. Jugendherbergen bieten hier eine gute Anlaufstelle. Diese verfügen häufig über große Säle, in welchen trainiert werden kann.

Zeitgleich bieten sie ausreichend Möglichkeiten zur Abendgestaltung. Ob gemeinsames Kochen oder das Spielen lustiger Gruppenspiele: Hier ist die Chance, als Team weiter zusammen zu wachsen noch stärker als bei einem Trainingstag in der heimischen Halle.

So baust du deinen Trainingstag optimal auf

Kommen wir nun zum Aufbau und der Planung des Tages. Diese orientiert sich an deinem Ziel für den Tag bzw. das Wochenende.

Unabhängig von deinem Ziel solltest du den Tag mit einer kurzen Sprechrunde starten, in welcher du den groben Plan und die Ziele des Tages vorstellst. So holst du deine Tänzerinnen und Tänzer ab und schwörst sie auf die nächsten Stunden ein.

Dann geht es mit dem Training los. Willst du an der Choreografie arbeiten reicht es, mit einem leichten Aufwärmen zu beginnen. Das kann ein Aufwärmspiel sein, Stationen draußen vor der Halle oder eine mobilisierende Yoga-Einheit um ins Training reinzukommen. 15-20 Minuten, mehr musst du hierfür nicht aufwenden.

Hier musst du nicht spagatwarm werden – beim Schritte lernen und Positionen stellen steht man die meiste Zeit sehr viel ohne Bewegung rum. Nach zwanzig Minuten ist der Körper dann wieder kalt. Verschiebe das vollständige Aufwärmen also lieber auf das Ende des Tages, bevor ihr den Tanz vielleicht nochmal mit voller Kraft durchgeht.

Kraft und Beweglichkeit vertragen sich nicht

Liegt dein Ziel darin, die Schritte auszufeilen und zu perfektionieren gilt dasselbe. Auch hier lohnt sich das volle Aufwärmen erst im Anschluss.

Kraft und Beweglichkeit kannst du ebenfalls am Trainingstag trainieren. Entweder, du lässt es ins Aufwärmprogramm einfließen oder die setzt separate Einheiten dafür an.

Beachte jedoch, dass ein umfassendes Krafttraining nicht in derselben Einheit wie das Beweglichkeitstraining stattfinden sollte. Beide Trainingsarten sind komplett gegensätzlich und setzen unterschiedliche Reize. Kombinierst du sie, wird sich keine der beiden Bereiche verbessern.

Außerdem ist man nach dem Krafttraining erfahrungsgemäß platt – die Kraft für einen anschießenden Tanz fehlt. Setzte ein auslastendes Krafttraining also lieber in einer separaten Einheit ein.

Teamspiele geschickt einplanen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Teamspiele super für den Trainingstag eigenen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese einzubinden. Entweder direkt am Anfang des Tages oder direkt nach der Mittagspause.

Letzteres ist mein Favorit. Nach dem Mittag, wenn das Essen noch im Magen liegt und an etwas schläfrig wird ist der Zeitpunkt perfekt. Ein Tanzen oder Trainieren ist an der Stelle eher suboptimal. Teamspiele sind daher eine willkommene Bereicherung, um die Tänzerinnen und Tänzer wieder aufzuwecken und die Stimmung zu heben.

Ideen für deinen Trainingstag

Wenn du nun denkst: Schön und gut, dennoch kann ich keine 8 Stunden lang Schritte wiederholen – hast du natürlich recht. Daher möchte ich dir hier einige Ideen mitgeben, was du an deinem Trainingstag noch so tun kannst.

Erstelle dir dann am besten einen Plan und plane die einzelnen Stunden des Tages durch. So entsteht keine unnötigen Pausenzeiten und du gehst mit einem sicheren Gefühl in den Tag.

Andere Sportarten

In den Ferien kann man auch mal andere Sportarten austesten: Wie hier Yoga.Ein Trainingstag eignet sich perfekt, um andere Sportarten ins Training einfließen zu lassen. Ob zum Aufwärmen am Anfang, als Teamaktion oder zum abschließenden Auspowern.

Schau mal, was dich interessiert. Zumba ist eine großartige Möglichkeit, den Körper aufzuwecken und zu bewegen. Boxen macht unglaublich viel Spaß und gibt zugleich noch starke Arme. Yoga hilft dabei, den Körper besser zu spüren und sich auf das Training zu fokussieren. Ein Hindernisparcours macht ebenfalls viel Spaß und trainiert den Körper spielerisch.

Teamspiele

Teamspiele gibt es wie Sand am Meer. Google mal danach, und du wirst schnell einige finden. Die folgenden drei Spiele habe ich auch schon mit meiner Garde gespielt:

  • Gemeinsam stark: Aufgaben gilt es im Team zu lösen.Decke umdrehen: Alle TänzerInnen stehen auf einer Decke. Ziel ist es, die Decke umzudrehen ohne dass eine TänzerIn diese verlässt.
  • 4 Hände – 6 Füße: Alle TänzerInnen stehen auf einer Raumseite. Ziel ist es zur anderen Seite zur gelangen. Du gibst vor, wie viele Hände und Füße dazu maximal den Boden berühren dürfen. Die TänzerInnen müssen dann kreativ sein, um auf die andere Seite zu gelangen (z.B. andere Huckepack nehmen, auf einem Bein hüpfen oder eine Schubkarre machen).
  • Gordischer Knoten: Alle TänzerInnen stehen in einem engen Kreis. Nun schließen sie die Augen und greifen mit ihren Händen in die Mitte, bis jeder eine andere Hand gefasst hat. Die Augen dürfen dann wieder geöffnet werden. Ziel ist es nun, den Knoten aufzulösen, ohne sich loszulassen. Am Ende sollten sie bestenfalls wieder in einem großen Kreis mit angefassten Händen stehen.

Essen

Je nach Dauer deines Trainingstages ist das Essen ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Die einfachste und sehr leckere Möglichkeit ist ein Mitbringbuffet. Jeder bereitet eine Kleinigkeit vor und jeder darf sich anschließend am Buffet bedienen.

Eine andere Möglichkeit ist ein Pasta-Menü. Bitte hier ein paar Eltern, Nudeln zu kochen und andere Soßen vorzubereiten. Diese sollen sie dann zu einer vereinbarten Uhrzeit in die Halle bringen und ihr könnt euch daran bedienen.

Steht euch ein ganzes Wochenende bevor, so könnt ihr abends Pizza bestellen oder auch gemeinsam kochen oder grillen. Fragt hier rechtzeitig bei den Eltern nach Allergien oder Essensgewohnheiten – vielleicht habt ihr Vegetarier oder Veganer dabei oder Kinder, die kein Schweinefleisch essen dürfen. Checke das vorher ab – dann bist du auf der sicheren Seite.

Kreativaufgaben

Gardetänzerinnen bei der Entwicklung einer ChoreographieNeben Teamspielen kannst du auch ganz hervorragend kreative Aufgaben zur Abwechslung stellen. Hier einige Ideen:

  • In Kleingruppen Tanzpassage ausdenken und anschließend Vortanzen
  • Gemeinsam auf Plakaten Motivationssprüche festhalten
  • Showtanzkostüme ausdenken oder bereits Stoffe zuschneiden

Spiele für den Abend

Bei einem Trainingswochenende mit Übernachtung ist auch die Abendgestaltung nicht zu vernachlässigen. Auch diese helfend dabei, das Team zu stärken und das Wochenende zu einem Erfolg zu machen.

Ein schönes Spiel für den Abend ist der Komplimente-Zettel. Hier setzen sich alle TänzerInnen in einen Kreis. Jeder hat einen leeren Zettel vor sich und notiert oben seinen Namen. Nun gibt er den Zettel reihum. Jeder schreibt ein Kompliment zu der Person auf den Zettel. Wenn er am Ende wieder bei der Person ankommt, hat diese einen Zettel voll mit großartigen Worten über sich selbst.

Auch eine Schnitzeljagd oder Schatzsuche eignet sich für die Abendgestaltung. Oder Party-Spiele wie zum Beispiel Werwolf, Tabu oder Pantomime.

Weitere Ideen

Um den Trainingstag noch weiter aufzupeppen eignet sich ein Fotoshooting. Jeder mag schöne Fotos von sich. Nutzt den Tag, um in eurer Halle oder auch draußen ein paar schicke Teamaufnahmen zu schießen.

Auch die Kostümprobe kann am Trainingstag stattfinden. Hier ist deutlich mehr Zeit als im regulären Training. Und ihr könnt evtl. schon einmal mit Kostümen durchtanzen.

Tagesabschluss

Nun hast du viele Ideen erhalten, wie du den Tag über gestalten kannst. Zum Abschluss des Tags finde ich als Erfolgserlebnis ein Vortanzen immer ganz gut. Ladet die Eltern, Großeltern und Geschwister ein. Auch der Vorstand und andere TrainerInnen aus dem Verein bieten ein gutes Publikum.

Der Vorteil: Auch, wenn die Kraft nach so einem Tag eigentlich schon weg ist, bietet ein Publikum nochmal einen neuen Ansporn. Das beflügelt, zum Schluss doch noch einmal das Beste aus sich herauszuholen.

Abschließende Tipps

Der Gestaltung deines Tages sollte nun nichts mehr im Wege stehen. Zum Abschluss habe ich hier noch drei Tipps für dich, die du beachten solltest:

  1. Plane deinen Trainingstag rechtzeitig und kündige ihn frühzeitig an, damit möglichst viele TänzerInnen an diesem auch da sind.
  2. Buche den Raum frühzeitig – häufig sind insbesondere Orte mit Übernachtungsmöglichkeit lange im Voraus ausgebucht. Denk auch daran einen Fahrdienst durch die Eltern zu engagieren.
  3. Teile alle Infos auch schriftlich den Eltern und TänzerInnen mit – vor allem die Daten, Uhrzeiten und den Ort.

Wenn du diese Tipps beachtest, steht einem erfolgreichen Trainingstag nichts mehr im Wege.

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